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Der Weg ist etwa 8 km lang. Der Rückweg nach Krutyń über Zielony Lasek ist etwa 4 km lang. Der Wanderweg „Krutyń-Zgon” beginnt am Vewaltungsgebäude des Landschaftsparks Masuren und endet in der Ortschaft Zgon. Er führt am Ostufer des Mokre-Sees (Mukkersee) entlang mit Abstechern in die Naturschutzgebiete Zakręt (Kurve) und Królewska Sosna (Königskiefer). Der Pfad ermöglicht es, die Reize der Landschaft und der Natur in der Umgebung der beiden Dörfer kennenzulernen.
Station 1 – Dorf Krutyń
Der Verwaltungssitz des Masurischen Landschaftsparks befindet sich in einem alten Holzgebäude von Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Innern ist auch ein archäologisch-naturwissen-schaftliches Museum untergebracht.

Foto von Robert Wróbel
Sehenswert ist auch die daneben stehende alte masurische Holzscheune. Sie wird heute als Vorbild bei der Renovierung alter masurischer Gebäude benutzt. Wir gehen zum Fluß an einem Findling mit einer dem masurischen Schriftsteller Karol Małłek gewidmeten Gedenktafel vorbei.

Foto von Robert Wróbel
Jenseits der Brücke steht rechts ein Haus (die ehemalige Oberförsterei Krutyń), in dem sich 1963 der Nobelpreisträger John Steinbeck aufhielt. Das Gebäude wurde an der Stelle errichtet, wo sich früher ein Jagdschlößchen befand. In diesem suchte im 16. Jahrhundert Herzog Albrecht, Markgraf von Brandenburg-Ansbach, Zuflucht vor der Pest.
Station 2 – Dąb Krutyński (Krutyński-Eiche)
Wir gehenn in einer kleinen Baumallee in Richtung Wald. Die Allee besteht aus Berg- und Spitzahorn, und man kann hier die Blätter und die Rinde der beiden Baumarten vergleichen. Am Waldrand steht eine gegabelte Kiefer, die sich von den mitten im Wald wachsenden hochaufgeschossenen Kiefern deutlich unterscheidet. Links (neben der Schranke) steht eine alte Stieleiche, sie wird Dąb Krutyński (Krutyński-Eiche) genannt. Der Weg führt weiter zum Krutyń-Strand am Mukkersee.
Krutyński-Eiche
Station 3 – Zakręt (Kurve)
Etwa 300 m nach der Schranke zweigt links ein Weg zum Naturschutzgebiet Zakręt (105.8 ha Fläche) ab. Das ist ein Wald- und Torfmoorschutzgebiet, in dessen Bereich drei kleine Seen mit Seltener Torfmoorflora liegen. Die Seen sind für ihre schwimmenden Torfinseln bekannt, die durch das Lösen vom Ufer entstehen. Ähnliche Seen gibt es auch im Naturschutzgebiet Królewska Sosna. An der Wegabzeigung zum Naturschutzgebiet Zakręt können wir zwei alte Bäume, das sog. Verliebte Paar, bewundern. Es handelt sich um eine Stieleiche, die mit ihren Ästen eine Kiefer „umarmt“. Auf dem Weg zum Mukkersee (J. Mokre) kann man Tannen, Buchen und den geschützten Seidelbast sehen.
"Verliebte Paar"
Fotos von Beata Gida
Fotos von Beata Gida
Station 4 – J. Mokre (Mukkersee)
Nach zwei Kilometern erreichen wir den Mokre-See und gehen am Zeltlager für Kanuten vorbei. Hier kann man an einem Steg am See rasten. Der Mokre-See (814.78 ha Fläche) ist ein typischer in der Glazialzeit entstandener Rinnensee. Er ist von Endmoränen umgeben, die an seinem Ostufer eine relative Höhe bis 35 m erreichen. Seine Tiefe beträgt 51 m, der See ist reich an Maränen. Am Steg biegt der Weg nach Süden ab und verläuft zwischen dem Seeufer und einem Mischwald mit vorherrschender Kiefer und Eiche.
Station 5 – Królewska Sosna (Königskiefer)
Drei Kilometer vom Steg entfernt nähern wir uns dem Naturschutzgebiet Królewska Sosna (103.76 ha Fläche) mit seinen drei kleinen Seen und Wäldern, in denen 200-jährige Kiefern vorkommen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen zwei alte Bäume: die Królewska Sosna, eine 1973 abgestorbene Kiefer und die Karol Małłek-Eiche, eine Stieleiche. Zu dieser führt ein Pfad, der eine Verlängerung des Pfades zur królewska Sosna bildet (quer zu unserer Hauptstrecke). Hier auf der Waldlichtung an der alten Eiche kann man die nächste Rast einplanen. Gegenüber der letzten Seebucht vor Zgon liegt der kleine See Kruczek Duży, erreichbar auf einen Pfad, der nach links von unserem Hauptweg abbiegt. Ähnlich wie die übrigen zwei hat der See ein nährstoffarmes, saures Wasser, das nur vom Grundwasser und Niederschlägen gespeist wird. An den Torfmoorufern dieser Seen kann man seltene Relikte der Eiszeitflora finden, beispielsweise Sonnentau, Wollgras, Porst, Moosbeere, Torfrosmarin und Rauschbeere. Wir kehren zum Hauptweg zurück, der uns aus dem Naturschutzgebiet herausführt. An der nächsten Kreuzung der Waldwege biegen wir rechts ab und nähern uns einer Landstraße, die nach Zgon führt. Wenn wir aber nach links abbiegen, können wir über Krutyński Piecek, in dessen Nähe sich eine Wassermühle befindet, nach Krutyń zurückkehren. Der Weg lässt sich auch in umgekehrter Richtung zurücklegen. Er ist auch für Radfahrer geeignet. ACHTUNG! In den Naturschutzgebieten ist das Verlassen der gekennzeichneten Wege nicht gestattet.
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