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1. Rathaus
Sensburger Rathaus steht zentral auf dem Marktplatz. Wurde im Jahre 1825 gebaut, als Zeichen der Stadtentwicklung. Restauriert in neunzigen Jahren des letzten Jahrhunderts. Heute wurde zum Wahrzeichen der Stadt. Hier ist der Sitz des Museumsabteilung für Ermland und Masuren, als auch vieler Gesellschafts-Organisationen. Am Gebäude steht die so genannte Bosniaken Wache, wo im Jahre 1790 der Bosniaken - Regiment 9 stationierte. Heute befindet sich dort Gedenkstube, dem Ernst Wichert gewidmet. Er war ein deutscher Schriftsteller und wurde in Piersławek (Kleinort) an Piecki (Peischendorf) geboren. Hinter der Wache steht PKO S.A. Bankgebäude, in dem schon im Jahr 1820 Stadtbank sich befand.

2. Historische Bürgerhäuser
Im Stadtzentrum an Steinpflasterstrassen stehen vor allem alte, historische Bürgerhäuser, die die Stimmung eines masurischen Städtchens noch heute widerspiegeln. Ein der ältesten Häuser in der Stadt ist das Bürgerhaus an Mały Rynek Strasse, in dem die Apotheke „Zu Adler“ sich befindet, die im Jahr 1819 von Apotheker Graape gegründet wurde. An der Roosevelt Strasse, entlang vieler Bürgerhäuser steht ein altes Speicherhaus. Heute ist dort fitness centre.
3. Mole und Johann Paul´s II Grünanlage
Befindet sich gegenüber dem Rathaus. Vor Jahren stand hier eine Reihe von Bürgerhäusern. Seit dem Jahr 2000 steht hier Johann Paul´s II Denkmal, das von einen Allensteiner Wiesław Karczmarek entworfen wurde. An beiden Seiten wachsen zwei Säuleneichen (Pyramideneichen), die unter Naturschutz stehen. An der linken Seite sieht man ein Turm, in dem der Rabbiner wohnte. Am Ende der Grünanlage befindet sich die Mole mit Ausblick auf Czos See.
4. Russisch-orthodoxe Kirche (alte Synagoge)
Im Gebäude der heutigen russisch-orthodoxen Kirche in Mrągowo (Sensburg) war früher Synagoge. Nach der Kristall Nacht wurde dieses Bauwerk von National-Sozialisten der jüdischen Gemeinde weggenommen. Die russisch-orthodoxen Geistlichen haben anfangs das Gebäude gepachtet. Im Jahre 2000 hat man die innere Ausstattung verschönert. Nach Renovierungsarbeiten wurde ökumenische Messe abgehalten, in der nicht nur Einheimischen sondern auch Vertreter anderer Konfessionen teilgenommen haben. Die Kirche kann man, nach telefonischer Anmeldung, besichtigen.

5. Evangelische Kirche
Bauwerk wurde im XVIII Jh. gebaut und seitdem mehrmals umgebaut. Im Inneren gibt es eine nördlich gerichtete Vorhalle und Apsis aus dem Jahr 1753. Hinter dem Altar befindet sich eine Grabtafel aus dem Jahr vor 1786.

6. Katholische Kirche des Heiligen Adalberts
Die Kirche wurde im neogotischen Stil im Jahre 1860 gebaut. Auf dem Gründstück, das früher an reiche Witwe aus Mrągowo (Sensburg) Frau Justyna Timnik gehörte. Nach ihrem Tod wurde es nach ihrer Wille der katholischen Gemeinde übergeben. Ihr gehörte auch das Haus an der Królewiecka Strasse (altes Pfarrhaus), in dem heute sich Pfarrkanzlei und Bibliotheken befinden.
7. Stadtverwaltungsgebäude
Im Gebäude an der Królewiecka Strasse 60A ist heute der Sitz der Stadt-, Gemeinde- und Kreisverwaltung. Dieses imposante Bauwerk wurde im Jahre 1912 im holländischen Neurenaissancestil errichtet. Davor steht das Denkmal, dem Stadtpatron Krzysztof Celestyn Mrongowiusz gewidmet. Rechts von der Frontfassade, wo heute Tankstelle Orlen und der ehemalige Bahnhof der Schmalspurbahn stehen, war früher mal der Friedhof der russischen Soldaten aus dem Jahre 1945. Die sterblichen Überreste wurden exhumiert und befinden sich heute auf dem Friedhof in Giżycko (Lötzen)

8. Denkmal des Stadtpatrons Krzysztof Celestyn Mrongowiusz
Krzysztof Celestyn Mrongowiusz (1764 – 1855) war ein in Ermland und Masuren bekannter Prediger, Lehrer und Verbreiter der polnischen Sprache. Im Jahre 1946 deutscher Sensburg, genannt auch unter Masuren Ządzbork, bekam offiziell den Namen Mrągowo. Seitdem wurde Krzysztof Celestyn Mrongowiusz zum Stadtpatron. Vor dem Stadtverwaltungsgebäude steht sein Denkmal.

9. Gerichtsgebäude
Neugotisches, aus roten Ziegelsteinen gebautes Bauwerk aus dem Jahre 1898 wurde von dem Architekten Kakowski entworfen. In den Vorkriegsjahren hinter dem Gebäude stand nach dem Krieg abgebranntes Gefängnis. Zur Zeit der Gebäuderichtung waren Büros und Gerichtssaal im Rathaus.
10. Wileńska Strasse (Wilnus Strasse) und altes Gaswerk
Einfamilienhäuserkomplex. Straßenname ist aufschlussreich, denn ausgedenkt haben es die von Osten Vertriebenen und nach der Heimat gesehnte Ostpolen, die in großer Zahl nach Masuren nach dem Zweiten Weltkrieg kamen. Nebenan die nächste „östliche“ Strasse: Nowogródzka, die immer mit Blumen beschmückt ist. Dieser Strasse entlang kann man zum alten Gaswerk gelangen. Heute ist es außer Betrieb.
11. Mrongoville
Projektname für ein im Country-Stil gebautes Städtchen, nach dem Städtebild von Wilden Westen. Das soll, neben dem Country Musik Festival, die Anziehung für Country Musik Liebhaber sein. Die Investition wurde, mit der Grundsteinlegung im Jahr 2004 eingeleitet.
12. Dajna Fluss
Die zweite, nach Krutinna, Paddelbootstrecke. Dajna Fluss verbindet in der Sensburger Gegend liegende Seen und fließt in Guber Fluss hinein. Wenn man flussabwärts fährt, gelangt man zum Czarne See. Die ganze Strecke beträgt 32 km und endet in Święta Lipka (Heilige Linde)

13. Liebesquelle
Am Czos Seeufer, hinter der Freilichtbühne befindet sich eine wunderschöne Stelle für romantisches Treffen, die so genannte Liebesquelle. In Mrągowo (Sensburg) bekannt ist eine Legende, die besagt, wenn die Verliebten von dieser Quelle trinken, ihre Liebe wird bis zum Tode nicht vergehen. Zeitgenössische Verliebte besuchen gern diese Stelle, die vor allem am frühen Frühling, wenn weise und gelbe Anemonen blühen, wunderschön ist.
14. Freilichtbühne
In 80-Jahren wurde am Czos See Freilichtbühne errichtet, auf der jedes Jahr verschiedene Festivals und Konzerte stattfinden. Zur Freilichtbühne führt die Jaszczórcza Góra Strasse, die so genannte „Festivalpromenade“. Während des Country Musik Festivals wird diese Promenade zur Hauptfußgängerzone Sensburgs.

15. Verzauberte Esche
Am Czos Seeufer, hinter Stadtverwaltungsgebäude wächst eine alte Eiche. Mit diesem Baum ist eine Legende verbunden. Nach der Sage, vor Jahren lebte in Mrągowo (Sensburg) ein Fischer namens Czos (deswegen heißt der See so). Eines Tages fing er in seinem Fischnetz den Nachkommen des Fischenkönigs, einen kleinen Stör. Der Fischenkönig bat den Perkun (altpruzzischer Gott), damit er Gewitter über dem See entfesselt. Der Fischer ertrank. Seine Frau Jesiona (Esche) wurde zur Verzweiflung gebracht. Der Perkun bedauerte sie und verzauberte in am Czos Ufer stehende Esche (Jesion). Heute steht die Esche ein paar Meter vom See entfernt.

16. Halbinsel „Na Ostrowiu“
Diese Halbinsel, bevor Mrągowo (Sensburg) gegründet wurde, war eine Insel. Schon auf alten Fotos sieht man die Verbindung mit Festland bei der Wyspiański Strasse. Heute stehen dort Einfamilienhäuser. Halbinselufer ist ein wunderschöner Aussichtpunkt auf Czos See und dort lebende Wasservögel und wachsende Pflanzen.

17. Ehemalige Jänike Hügel mit Bismarck Turm
In der Sikorski´s Parkanlage neben Brzozowa Strasse, auf dem so genannten Jänike Hügel steht im Jahre 1898 gebauter Bismarck Turm. Heute ist den Touristen nicht zur Besichtigung angeboten, man kann nur von außen anschauen. Jänike Hügel war nach dem Ersten Weltkrieg ein beliebter Treffpunkt und Spaziergelände der Sensburger. Heute gibt es dort Überreste von alten Springbrunnen und Denkmäler.

18. Historische Friedhöfe
Auf der Brzozowa Strasse gibt es alte Friedhöfe. Der katholische ist heute kommunal und nicht mehr benutzt. Von dem evangelischen gibt es nur Überreste. Der katholische wurde auf dem Gebiet, von der Witwe Frau Justyna Timnik der Gemeinde übergegebenem Gründstück gegründet. Nebenan, auf dem Platz, wo heute chemische Wäscherei sich befindet, gab es früher den jüdischen Friedhof. Im Jahre 1936 wurde es von den National-Sozialisten zerstört. Das Gebiet wurde 1947 planiert. Auf kleiner Böschung befindet sich ein russisch-orthodoxer Friedhof. Daneben ein Naturdenkmal, eine über 200 jährige Linde.
19. Słowacki Park
Befindet sich am Stadtrande, an der Wolności Srasse. In der Zwischenkriegszeit gehörte es zu den schönsten in Ostpreußen. Hier war das Restaurant „Waldheim“. Die Parkbesucher könnten Tennisplätze, Schießstand und Spielplätze benutzen. Überall waren Baumallen, Springbrunnen, die abends mit Ampeln beleuchtet waren. Heute beim Spaziergang kann man verschiedenartige Baumarten kennen lernen.
20. Hügel der Vier Winde
Befindet sich auf der Halbinsel der Vier Winde und war früher ein schöner Aussichtpunkt. Höhe 190m. In Betrieb sind zwei Skiliften, fünf Skipisten, eine Rodelbahn und eine Snowbordpiste. Früher auf dem Hügel der Vier Winde stand eine gewaltige Windmühle. Heute kann man nur Überreste der Fundamente sich anschauen.
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